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Simon Reichert Simon Reichert, *1980 Gütersloh (Westfalen), beschäftigt sich intensiv mit Renaissance- und Barockmusik. Er studierte Kirchenmusik, Orgel und historische Aufführungspraxis an der Musikhochschule Detmold und der Schola Cantorum Basiliensis in Basel und ist Preisträger verschiedener Wettbewerbe, darunter des „Grand Prix d’ECHO“ in Freiberg (Sachsen) 2014. Konzerte gab er in vielen Ländern Europas vor allem auf berühmten historischen Orgeln, u.a. in Roskilde Domkirche (Raphaelis), Hamburg St. Jacobi (Schnitger), Stade St. Cosmae (Hues/ Schnitger), Lübeck St. Jakobi (Stellwagen), Brandenburg Dom (Wagner), Tangermünde St. Stephan (Scherer), Freiberg St. Petri (Silbermann), Suhl Kreuzkirche (Köhler), Waltershausen Stadtkirche (Trost), Soest-Ostoennen (gotische Orgel ca. 1430). Daneben musiziert er regelmäßig mit dem „Capricornus Ensemble Stuttgart“ (Henning Wiegräbe) und dem „ensemble1800“ (Fritz Burkhardt). Neben der Alten Musik zählen auch große Werke von Max Reger, Olivier Messiaen und der Avantgarde zu seinem Repertoire. Als Solist gab er Gastspiele bei der Nordwestdeutschen Philharmonie Herford, der Cappella Istrapolitana Bratislava und dem orchestre de chambre du Luxembourg.

CV2 Im Hauptberuf ist Simon Reichert Stifts- und Bezirkskantor in Neustadt an der Weinstraße. Er ist Dirigent der Neustadter Stiftskantorei, mit der er Werke des 16. bis 21. Jahrhunderts aufführt. Dabei sind Originalklangensembles wie „La Banda“ (Augsburg), „l’arpa festante“ (München), „Les Cornets Noirs“ (Basel), „Sestina Consort“ (Basel) und das „ensemble1800“ (Neustadt) Partner für Werke von Schütz, Monteverdi, Buxtehude, Bach, Brahms, etc. Darüber hinaus setzt sich die Stiftskantorei intensiv mit a cappella Repertoire auseinander, z.B. Pendereckis „Stabat Mater“, „Messen“ von Martin und Rautavaara, sowie Werken von Nystedt, Sandström, Pärt, Distler, Pepping, etc.

CV3 Als Hauptorganist an der gotischen Stiftskirche (1356-1489) steht ihm ab Frühjahr 2016 eine neue Chororgel von Bernhardt H. Edskes zur Verfügung mit 20 Registern, verteilt auf zwei Manuale und Pedal. Diese Orgel wird im historischen Chor-Ton (1/2 Ton über a‘= 440 Hz) gestimmt und ist für das Zusammenspiel mit historischen Instrumenten ausgelegt. 2015 spielte Simon Reichert das gesamte Orgelwerk von Johann Sebastian Bach in 18 Konzerten. Im Frühjahr 2016 ist beim Label paschen records seine Aufnahme der Triosonaten erschienen, eingespielt an der berühmten großen Trost-Orgel in Waltershausen.

Zu seiner Arbeit gehört auch die Leitung des Kirchenmusikalischen Seminars Neustadt zur Ausbildung von C- und D-Kirchenmusikern. Hier erteilt er Unterricht in Orgelspiel und Improvisation sowie in Chorleitung und Musiktheorie. Viele seiner früheren Schüler studieren inzwischen an diversen Musikhochschulen.